afu.tools

Start › Fernbedienung

Dein Funkgerät, im Browser

Die Fernbedienung holt dein Funkgerät auf jeden Bildschirm: hören, senden, abstimmen, mit Wasserfall und allen Reglern des Geräts. Am Gerät läuft ein kleines Programm, afu-remote, das sich selbst bei afu.tools meldet. Am Router musst du nichts freigeben.

Du bedienst vom Sofa, aus dem Urlaub oder vom Telefon. Freunde mit eigenem Rufzeichen lässt du hören oder mitfunken, einer bedient, die anderen hören zu.

So hängt es zusammen

Vier Teile, zwei davon stellst du selbst auf: das Funkgerät und den Rechner daneben.

  1. 1

    Funkgerät

    Hängt per USB am Rechner. Darüber laufen Steuerbefehle (CAT) und Ton.

  2. 2

    afu-remote

    Programm am Rechner neben dem Gerät, unter Windows, Linux oder auf dem Raspberry Pi. Es hält die Sendeschutzregeln ein, auch wenn Netz oder Browser ausfallen.

  3. 3

    afu.tools

    Vermittelt zwischen Station und Browser. Das Programm verbindet sich von selbst: keine Portfreigabe, keine feste Adresse, kein VPN.

  4. 4

    Browser

    Am PC, Tablet oder Telefon, ohne Installation. Mit deinem Konto siehst du deine Stationen und die, die andere für dich freigeben.

Ohne Internet: im LAN oder HAMNET bringt afu-remote die Bedienseite selbst mit (http://<Rechner>:8073/). Das Mikrofon braucht dort https mit eigenem Zertifikat. Eine Station nur im HAMNET bedienst du auch von afu.tools aus, der Browser verbindet sich dann direkt mit ihr.

Womit du bedienst

Mit allem, was einen aktuellen Browser hat. Nichts zu installieren, keine App.

PC und Laptop

Windows, macOS, Linux

Chrome, Edge, Firefox oder Safari. Die volle Ansicht mit verschiebbaren Kästen, Logbuch und Chat auch im eigenen Fenster, PTT auf der Leertaste. Firefox spielt immer auf dem Standard-Lautsprecher, die anderen lassen dich wählen.

Handy

Android und iPhone (iOS)

Chrome unter Android, Safari auf dem iPhone. Alles steht in einer Spalte, gesendet wird über das Mikrofon des Telefons. Auf dem iPhone spielt der Ton auch bei eingeschaltetem Stummschalter.

Tablet

Android-Tablets und iPad (iPadOS)

Chrome unter Android, Safari auf dem iPad. Mit mehreren Spalten wie am PC, nur kleine Tablets zeigen hochkant eine Spalte wie das Telefon.

Bedienpult

Tastenfeld oder Drehknopf am PC

Ein Tastenfeld mit Displays wie der TreasLin N3 per USB (Chrome, Edge) oder ein angelernter Drehknopf wie der Ulanzi D100H: Tasten und Knöpfe frei belegen, mit kurz, doppelt, lang und gehalten, Ebenen und Profilen. Die Displays zeigen Frequenz, S-Meter, Bilder oder Animationen. PTT nur gehalten.

Welche Funkgeräte gehen

Jedes Gerät hat einen eigenen Treiber. Die Bedienseite zeigt genau die Regler, die dein Gerät kennt. Was jedes Gerät genau kann, auch im Rigstudio und mit der Antenna Bridge, steht unter Geräte und Funktionen.

GerätBereichSteuerungTonSpektrum SpeicherTunerStand
Icom IC-7100 KW, 6 m, 2 m, 70 cm USBUSB –✓ in GruppenAnschluss getestet
Icom IC-7300 KW, 6 m, 4 m USBUSB ✓ mit scope = true ✓eingebaut getestet
Icom IC-705 KW bis 70 cm, 10 W USB, WLANUSB, WLAN ✓✓ in Gruppen AH-705 getestet
Icom IC-9700 2 m, 70 cm, 23 cm USB, LANUSB, LAN ✓✓ alle drei Bänder – getestet
Icom IC-7610 KW, 6 m, Main und Sub USB, LANUSB, LAN ✓✓ eingebaut ungetestet testen
Kenwood TS-590S/SG KW, 6 m USB, COMUSB –✓ 0 bis 99 eingebaut ungetestet testen
Yaesu FT-891 KW, 6 m USBUSB –✓ 1 bis 99 FC-50 ungetestet testen
Yaesu FT-991/FT-991A KW, 6 m, 2 m, 70 cm USBUSB –✓ 1 bis 99 eingebaut ungetestet testen
Yaesu FTDX3000 KW, 6 m USBUSB –✓ 1 bis 99 eingebaut ungetestet testen
Yaesu FT-DX10 KW, 6 m, 4 m USBUSB –✓ 1 bis 99 eingebaut ungetestet testen
Yaesu FT-710 KW, 6 m, 4 m USBUSB –✓ 1 bis 99 eingebaut ungetestet testen
Yaesu FT-897/FT-897D KW, 6 m, 2 m, 70 cm CAT-KabelInterface –– – ungetestet testen
Yaesu FT-100/FT-100D KW, 6 m, 2 m, 70 cm CAT-KabelInterface –– – ungetestet testen
Yaesu FTX-1 KW bis 70 cm, Field und Optima USBUSB –✓✓ getestet
ANAN-7000DLE MkII SDR, Senden 160 bis 6 m ThetisThetis (VAC) ––✓ ungetestet testen
R2T2-WebSDR 0 bis 61 MHz, nur Empfang eigene EngineEngine ✓ mehrere Empfänger, Zoom –– getestet

Alle Geräte und Funktionen im Vergleich

Ohne Gerät: mit model = "demo" tut afu-remote so, als hinge eins dran, gesendet wird nie. Dein Gerät fehlt? Sag über Melden oben, welches es ist. Am meisten hilft, wer es selbst hat und einmal testen kann. Für ungetestete Geräte steht auf der Geräteseite eine Testanweisung; das Protokoll schickst du aus der Bedienseite (Kasten Gerätetest).

Einstellungen am Gerät

Icom (IC-7100, IC-7300, IC-705, IC-9700, IC-7610)

Gesteuert wird über CI-V, gesendet über CAT. Ab Werk: IC-7100 Adresse 0x88 mit 19200 Baud, IC-7300 0x94, IC-705 0xA4, IC-9700 0xA2, IC-7610 0x98, jeweils 115200 Baud. „CI-V USB Echo Back“ aus.

  • Per USB: „DATA OFF MOD“ und „DATA MOD“ auf USB (MENU › SET › Connectors › MOD Input), sonst geht beim Senden nur Träger raus. „USB SEND“ und „USB Keying“ auf OFF.
  • Übers Netz (IC-705, IC-9700, IC-7610): „Network Control“ ein und einen Netzwerk-Benutzer anlegen, in der Einrichtung „lan“ wählen. Die Tonquelle fürs Senden stellt die Station beim Tasten selbst um. Der IC-9700 lässt sich mit „Netzwerk-Einschalten“ aus der Ferne einschalten, der IC-705 nicht.
  • Spektrum: übers Netz von selbst, über USB mit scope = true unter [rig].
  • Speicher: beim IC-7100 liest die Station alle fünf Gruppen, beim IC-705 Gruppe 00, weitere mit speicher_gruppen = [0, 1], beim IC-7610 die Kanäle 1 bis 99.

Mehr in den Fragen zu Icom übers Netz.

Kenwood TS-590S/SG

Steuerung über die USB-Buchse (ab Werk 115200 Baud) oder die COM-Buchse (9600 Baud), Ton über die eingebaute USB-Soundkarte. Die Einrichtung findet das Gerät selbst, von Hand heißt es model = "ts590".

  • Senden: die Station tastet mit TX1 (Daten-Senden), dann geht der Ton vom USB-Eingang raus, auch in SSB. Im Menü die Audioleitung für Datenbetrieb auf USB stellen und den USB-Eingangspegel einstellen. Wer lieber das Mikrofon am Gerät nimmt: ptt = "mic" unter [rig].
  • Dazu: Data-Modus (USB-D und Co.), Split über VFO B, RIT/XIT, NB, NR, Beat Cancel, Tuner und Tune, CW-Text, Töne für FM auf 10 und 6 m, Ein und Aus.

Wer einen TS-590 hat und testen mag: gern über Melden.

Yaesu (FTX-1, FT-891, FT-991, FTDX3000, FT-DX10, FT-710, FT-897, FT-100)

FTX-1: Steuerung über den „Enhanced COM Port“ (CAT-1) mit 38400 Baud, Ton über die eingebaute USB-Soundkarte. Für Sprache aus dem Browser „MOD SOURCE“ auf USB, das geht auch von der Bedienseite aus. Dazu: Clarifier, DNR, Contour, APF, CW-Speicher, C4FM.

FT-891: ebenfalls über den „Enhanced COM Port“, ab Werk mit 4800 Baud (CAT RATE, Menü 05-06; die Einrichtung probiert alle Raten durch). Für Ton aus dem Browser im Menü „SSB MOD SOURCE“ (und für AM, FM, DATA ebenso) auf REAR und „REAR SELECT“ auf USB. Dazu: Clarifier, DNR, DNF, Contour, APF, Tuner FC-50, CW-Text (belegt Keyer-Speicher 5).

FT-991/FT-991A: wie der FT-891 über den „Enhanced COM Port“, ab Werk 4800 Baud (CAT RATE, Menü 031; die Einrichtung findet das Gerät selbst). Für Ton aus dem Browser bei SSB, AM, FM und DATA die MOD SOURCE auf REAR. Dazu: 2 m und 70 cm (bis 50 W), C4FM, IPO/AMP 1/AMP 2, Tuner, CW-Text, Speicher 1 bis 99.

FTDX3000, FT-DX10, FT-710 und die beiden oben: Steht im Menü CAT RTS ENABLE (ab Werk), antwortet das Gerät nur, wenn der Rechner RTS setzt. Seit 0.2.107 setzt afu-remote RTS am Enhanced Port selbst, die Suche probiert beides. Den Standard Port (PTT und Tastung) öffnet die Suche nie. Findet sie das Gerät trotzdem nicht: afu-remote cat-pruefen liest nur und schreibt alles in eine Datei zum Zurückschicken.

FT-897/FT-897D: das alte Yaesu-CAT der FT-817/857/897 an der Buchse CAT/LINEAR (TTL, CT-62 oder USB-TTL-Kabel), 4800 Baud ab Werk (CAT RATE, Menü 019), Ton über ein Interface an der DATA-Buchse. Über das Kabel gehen Frequenz, Betriebsart, VFO-Tausch, Split, Clarifier, Duplex, CTCSS/DCS, S-Meter und beim Senden PO (beim FT-897D auch ALC und SWR). Pegel, Leistung, Filter, CW-Text, Speicher und Tuner stellst du am Gerät. Die Einrichtung sucht den FT-897 nicht, wähl ihn von Hand (ft897).

FT-100/FT-100D: das alte Yaesu-CAT an der Buchse CAT/LINEAR, fest 4800 Baud. Die Buchse hat TTL-Pegel, du brauchst ein CT-62 oder ein USB-TTL-Kabel. Den Ton gibt es nicht über USB: dafür ein Soundkarten-Interface an der DATA-Buchse. Über das Kabel gehen Frequenz, Betriebsart, Filter, VFO A/B, Split, Duplex, CTCSS/DCS und die Anzeigen (S, PO, SWR, ALC). Nicht dabei: Pegel, Leistung, CW-Text, Speicher, Tuner (die stellst du am Gerät). Die Einrichtung sucht den FT-100 nicht, wähl ihn von Hand. Zum Prüfen ohne zu senden: afu-remote ft100-pruefen.

ANAN-7000DLE MkII (Thetis)

Thetis muss laufen. Steuerung über den CAT-Server von Thetis (Setup › Serial/Network/Midi CAT › Network, Port 13013) oder einen virtuellen COM-Port, Ton über VAC 1 mit zwei virtuellen Kabeln. Dazu: Filter-Presets, NR1 bis NR4, Abschwächer, Antennenwahl, CW-Text. Wer einen ANAN hat und testen mag: gern über Melden.

R2T2-WebSDR als Empfänger

Auf dem R2T2 selbst läuft afu-remote-linux-armv7l (oben unter Programm laden), die Engine ist darin enthalten: eingebaut = true beim Empfänger, dann richtet sudo ./afu-remote-linux-armv7l dienst den Dienst ein, der beim Start mitläuft.

Eingetragen als [[empfaenger]] in der Konfiguration. Wasserfall und Ton holt jeder Browser selbst bei der Engine, afu-remote gibt nur das Ticket dafür. Allein (model = "keiner") ist die Station ein WebSDR; neben einem Funkgerät am selben Rechner wird sein Wasserfall zum Panadapter, ein Klick stimmt das Funkgerät ab.

Als Panadapter einer anderen Station (Funkgerät an einem anderen Rechner):

  1. Am Empfänger unter Einstellungen › Station › Zugang ein Konto mit der Rolle Station und einem Stationspasswort anlegen, oder auf afu.tools vergeben. Die Rolle sieht nur zu und kommt am Empfänger vor allen anderen dran.
  2. An der Funkgeräte-Station unter Einstellungen › Station › Externe WebSDR den Empfänger eintragen: Adresse http://…:8073/wasserfall, dazu Rufzeichen und Stationspasswort dieses Kontos, Bänder bis 61 MHz.

Die Funkgeräte-Station läuft mit https (Mikrofon), zum Empfänger im HAMNET geht reines http: im Amateurfunk darf dort nichts verschlüsselt sein. Das Passwort bleibt auf der Station.

Was du damit machen kannst

Die Bedienseite ist aufgebaut wie ein Programm am Gerät: oben die Gerätefront mit Frequenz, Pegeln, Reglern und PTT, in der Mitte der Wasserfall, ringsum die Werkzeuge als Reiter, die du zwischen drei Ablagen ziehen kannst. Auf einem großen Schirm passt alles ins Fenster, ohne zu blättern.

Bedienen

Abstimmen
Mausrad über der Ziffer, Bandtasten, VFO A/B, Split, RIT, Sperre.
Hören
12 kHz, 96 kbit/s, rund 100 ms Puffer. Geht auch im Mobilnetz.
Senden
Mikrofon am Rechner oder Telefon, PTT halten oder per Leertaste, CW-Text, Tune.
Wasserfall
aus dem Empfangston, oder breit von einem WebSDR je Band, der der Frequenz folgt.
Zeitmaschine
Die letzten Minuten Ton und Wasserfall bleiben im Browser. Zurückspulen, noch einmal hören, Decoder darüber laufen lassen, als WAV und Bild speichern.
Programme
Digimode-, Log- und Contest-Programme steuern die Station über die Brücke auf deinem Rechner (rigctld und Kenwood-CAT), Ton über ein virtuelles Kabel.
Wächter
„Sag mir Bescheid, wenn …“ der Squelch öffnet, eine Bake hörbar wird oder ein Rufzeichen im DX-Cluster auftaucht. Meldung per Push oder Mail, auf Wunsch mit Aufnahme.
Was ist das?
Signal im Wasserfall markieren, die Seite sagt, was es ist (CW, FT8, RTTY, SSTV, DMR, Pager, OTH-Radar, Netzteil …), mit Erklärung und dem passenden Decoder.
Decoder
CW, RTTY, FT8/FT4 und SSTV aus dem Ton, im Browser. Dazu AX.25 und APRS mit 1200 Bd (UKW), 300 Bd (KW) und 9600 Bd: Pakete als Liste, Stationen mit Position auf der Karte mit ihren APRS-Symbolen.
Bakenuhr
Die 18 NCDXF/IARU-Baken sekundengenau im Wasserfall, dazu eine Auswertung „gehört bis 1 W“ je Bake und Band mit Ausbreitungskarte: ist das Band offen?
Band-Logbuch
Jede Minute eine Spektralzeile je Band: Wasserfall über Wochen, Tagesgang, Störträger mit „seit wann“ und Vorher-nachher bei Antennenarbeiten.
Satelliten
Satellit wählen, Uplink und Downlink laufen dopplerkorrigiert mit, mit Durchgangsbalken und Fußabdruck-Karte. Am IC-9700 im Satellitenmodus.
Decode-Archiv
Alles, was die Station dekodiert hat, dauerhaft: wann war VK zuletzt auf 15 m zu hören, zu welcher Stunde ist das Band offen, mit Entfernung und Gebiet.
Skimmer
Am R2T2 dekodiert die Station CW und FT8/FT4 über ganze Bänder und meldet als Knoten wie im Reverse Beacon Network: an den DX-Cluster von afu.tools, PSK Reporter und ans RBN.
Barrierefreiheit
Ohne hinzusehen: Ansagen für Bildschirmleser oder Sprachausgabe, das S-Meter als Tonhöhe, Tasten zum Abstimmen und eine gesprochene Beschreibung der Signale im Wasserfall.
Touren
Geführte Vorführungen für den OV-Abend: SSB gegen AM, FT8 lesen, warum 40 m abends voller Rundfunk ist. Die Seite stimmt selbst ab und erklärt.
Gastzugang
QR-Code für Infostand, Schulklasse oder Fieldday: scannen und mithören, ohne Konto, zeitlich begrenzt.
Mithör-Link
Einen Moment aus der Zeitmaschine teilen: 30 s Ton, Wasserfallbild, Frequenz und Zeit als kurzer Link, mit fertigem Text für eine Störungsmeldung.
Kalender
Zeitfenster reservieren, Warteschlange statt Vorrang, ICS-Abo für den eigenen Kalender.
Suchlauf
Lesezeichen, Band oder Bereich: Kanal für Kanal mit Rauschsperre oder S-Meter, am R2T2 und mit Scope sofort im Spektrum; Trefferliste mit Zeit, Pegel und Dauer.
Gewitterwächter
DWD-Warnungen und eigener Blitzsensor, einstellbare Stufen: melden, Senden sperren, Bediener trennen, Antenne trennen, Schalter auslösen.
Shack
Netzteil, PA-Temperatur, SWR, Schalter und Kameras über MQTT, HTTP oder die Antenna Bridge, mit Grenzen, Verlauf und Alarm.
Antennenvergleich (R2T2)
S/N beider Antennen auf demselben Signal, gleichzeitig oder im Sekundentakt umgeschaltet, mit Diagramm und Messprotokoll an der Station.
Zwei Antennen (R2T2)
ANT1 und ANT2 gleichzeitig: Diversity, Stereo, Störaustastung mit einer Störantenne und Peilung aus der Phase zwischen beiden.
Rotor
Über rotctld oder GS-232: Kompassrose mit Karte um die Station, Klick, Locator (kurzer oder langer Weg) oder DX-Spot dreht auf den Großkreis, Satelliten mit Az/El.
DX-Spots
Spots aus dem DX-Cluster als Fähnchen auf der Skala, Farbe nach Seltenheit, ein Klick stimmt ab. Ohne Kopplung holt die Station sie mit einem kostenlosen API-Schlüssel, der auf der Station bleibt.
Regler
Filter, AGC, Vorverstärker, NB, NR, Notch, Leistung, Kompressor, FM mit Ablage und Tönen.
Speicher
Lesezeichen samt Relaisablage und CTCSS, Speicherkanäle des Geräts.

Gemeinsam

Bedienung
Einer bedient, die anderen hören zu. Übernehmen auf Anfrage, ohne Antwort nach zwei Minuten. Auch der Besitzer fragt erst an und kann danach sofort übernehmen.
Freigaben
Rollen Hörer, Nutzer (darf senden) und Verwalter für andere Rufzeichen.
Chat
für alle an der Station, auch im Direktzugriff.
Logbuch
Band, Betriebsart und Zeit sind vorbelegt. Landet im Logbuch deines Kontos, auf Wunsch in Wavelog. Mit gewähltem Contest wird der Kasten zum Contest-Logger: Rufzeichen, Leertaste, Austausch, Enter; Dupe, Multis und Punkte beim Tippen, F1 bis F8 für CW-Texte, Bandkarte aus den DX-Spots, Cabrillo. Denselben Logger gibt es ohne Station unter /contest-logger.
Fenster
Jeder Reiter geht mit ⧉ in ein eigenes Fenster, etwa auf den zweiten Bildschirm.

Deine Station

Bänder
Auf welchen Bändern gesendet wird und mit wie viel Leistung höchstens. Gilt für jeden, der bedient.
Stationslog
Wer wann da war und, wenn du willst, jede Aussendung. Gespeichert an der Station.
Updates
Die Seite sagt, was neu ist. Installiert wird nur auf Knopfdruck des Besitzers, nie während gesendet wird.
Audiotest
Mikrofon und Lautsprecher prüfen unter Einstellungen › Audio, auch auf iPhone und iPad.

Sendeschutz an der Station

Die Regeln laufen im Programm neben dem Gerät, nicht im Browser. Fällt Netz, Browser oder Programm aus, geht das Gerät auf Empfang.

aus Senden, bis du es erlaubst
1,5 s ohne Lebenszeichen: Taste los
180 s längste einzelne Sendung
je Band Bänder und Höchstleistung

Die Zeiten stellst du in der Einstellungsdatei ein. Verantwortlich für die Aussendungen bleibt, wer die Station betreibt.

Wie ist die Fernbedienung abgesichert? Verschlüsselung, was jemand zum Kapern bräuchte und was du selbst tun kannst.

Programm laden

Eine Datei, nichts weiter zu installieren, kein Python nötig. Alle Dateien sind dieselbe Fassung.

Einrichten

Rund zehn Minuten, das meiste findet das Programm selbst heraus. Hakt etwas, schau in Fragen und Lösungen.

  1. Station anlegen

    Auf der Bedienseite anmelden, unter Einstellungen › Meine Stationen eine Station anlegen und den Schlüssel kopieren (afr_…).

  2. Gerät anschließen

    Funkgerät einschalten und per USB an den Rechner. Beim ANAN Thetis starten und dort den CAT-Server einschalten (Setup › Serial/Network/Midi CAT › Network).

  3. Programm starten

    Doppelklick: es öffnet die Einrichtung im Browser (http://127.0.0.1:8073/einrichtung). Dort „Station“ wählen, den Schlüssel einfügen, Gerät und Soundkarte suchen lassen und testen, am Ende speichern. Keine Schalter, keine Fragen im Konsolenfenster.

  4. Loslegen

    Die Station steht auf der Bedienseite als online. Unter Einstellungen legst du Bänder, Höchstleistung und Freigaben fest.

Windows

  1. afu-remote.exe in einen eigenen Ordner legen, etwa C:\afu-remote, und doppelklicken.
  2. Warnt Windows vor einem unbekannten Herausgeber: „Weitere Informationen“, dann „Trotzdem ausführen“.
  3. Für den Autostart eine Verknüpfung in shell:startup legen.

Linux und Raspberry Pi

  1. Ausführbar machen und starten: chmod +x afu-remote-linux-*, dann ./afu-remote-linux-aarch64.
  2. Gruppen für Gerät und Ton: sudo usermod -aG dialout,audio $USER, neu anmelden.
  3. Als Dienst beim Booten: Vorlage afu-remote.service im Quelltext (ExecStart=… run, Restart=always).
  4. Ohne Bildschirm (R2T2, Server): die Konsole bzw. journalctl -u afu-remote nennt die Adresse im LAN und einen Einrichtungscode. Im Browser eines anderen Rechners öffnen, Code eingeben. Das geht nur, solange noch nichts eingerichtet ist.

Schon eingerichtet und anders gewollt (hier soll eine Station hin statt des Bedienrechners oder umgekehrt)? Auf der Seite der Station unter Einstellungen › Station › Allgemein bzw. auf der Seite der Brücke „Einrichtung ändern“. Beim Doppelklick startet immer das, was du zuletzt eingerichtet hast.

Nützliche Befehle
afu-remote setup
Öffnet die Einrichtung im Browser, auch wenn schon etwas eingerichtet ist.
afu-remote setup --token afr_… --auto
Für Skripte und Dienste: ohne Fragen, das erste gefundene Gerät, Senden aus.
afu-remote devices
Zeigt serielle Anschlüsse und Soundkarten, falls die Suche nichts findet.
afu-remote probe
Spricht 5 Sekunden mit dem Gerät und zeigt, was es meldet.
afu-remote cat-pruefen
Yaesu mit CP2105: fragt am Enhanced Port bei jeder Baudrate mit und ohne RTS nur ab, was das Gerät antwortet, und schreibt es nach cat-pruefen.txt. Sendet nie.

Unter Linux heißt das Programm wie die geladene Datei, also zum Beispiel ./afu-remote-linux-x86_64 setup. ALSA (libasound2) muss da sein, auf jedem System mit Ton ist es das.

Kommt die Station nicht hoch? Support-Sitzung mit afu.tools

In einer Support-Sitzung schaut sich afu.tools dein Gerät mit dir an: du bekommst Anweisungen und Knöpfe („Start“, „Fertig“), afu.tools fragt Dinge am Gerät an, und du gibst jede Aktion frei oder lehnst sie ab. Senden ist dabei immer gesperrt, beenden kannst du jederzeit. Was genau passiert

  1. Station läuft: auf der Bedienseite unter Einstellungen › Über und Diagnose › Support anfragen. Wir melden uns und bieten dir die Sitzung dort an.
  2. Station läuft nicht: hier einen Support-Schlüssel erzeugen und in einer Konsole afu-remote support --schluessel afs_… starten. Es öffnet sich eine Seite im Browser.

Gilt 24 Stunden und nur einmal. Dafür musst du angemeldet sein.

Andere Programme am Stationsrechner (Log, Digimodes, Anzeigen über rigctld)

Zwei Programme an einem seriellen Port gehen nie sauber: mal antwortet das Gerät dem einen, mal dem anderen, und afu-remote meldet dann „radio stopped answering“. Deshalb hält afu-remote den Port allein und bietet den anderen Programmen selbst an, was sie erwarten (ab 0.2.119, vorher über eine zweite Brücke):

  • rigctld auf Port 4532 („Hamlib NET rigctl“), ab Werk an, nur für diesen Rechner.
  • rotctld auf Port 4533 für den Rotor der Station („Hamlib NET rotctl“).
  • CAT wie ein Kenwood TS-2000 an einem virtuellen COM-Port-Paar bzw. einem Pseudo-Terminal.
  • WinKeyer für CW aus Contest-Programmen (ab 0.2.120), Text geht als CW-Text ans Gerät.
  • Ton für Digimode-Programme über ein virtuelles Kabel; gesendet wird nur während PTT einer dieser Schnittstellen.

Einstellen in der Einrichtung oder später auf der Bedienseite unter Einstellungen › Station › Dienste › Andere Programme (Besitzer und Verwalter). Je Schnittstelle: aus, nur dieser Rechner oder Netzwerk mit einer Liste erlaubter Adressen und Netze (IPv4, IPv6, etwa 192.168.1.0/24 oder 44.0.0.0/8 für HAMNET); alles andere wird abgewiesen und steht im Stationslog. rigctld und rotctld kennen ein Passwort (Hamlib --password), die meisten Programme können es aber nicht schicken. Ohne Anmeldung kann jeder aus der Liste das Gerät steuern; PTT über das Netz gibt es nur, wenn der Besitzer es ausdrücklich erlaubt.

Den eigenen rigctld vorher beenden, die Programme bleiben auf Hamlib „NET rigctl“ mit 127.0.0.1:4532. Was nur liest (etwa eine Uhr mit Frequenzanzeige), übernimmt keine Bedienung. Stellt ein Programm die Frequenz, ist es der Bediener; mit demselben Rufzeichen wie im Browser („Handelt als“) bleibt es eine Person. Bedient gerade jemand anders aus der Ferne, lehnt die Station Setzen und PTT der Programme ab, Lesen geht weiter. PTT geht nur mit „Senden erlaubt“.

Contest-Programme: CAT, OmniRig und CW über WinKeyer

Contest-Programme unter Windows wollen einen COM-Port fürs Gerät und meist einen zweiten für CW. Beides gibt es an der Station und in der Brücke auf deinem Bedienrechner (ab 0.2.120), je an einem Paar virtueller COM-Ports: afu-remote nimmt ein Ende, das Programm das andere.

  • CAT wie ein Kenwood TS-2000: Frequenz, Betriebsart, Split, RIT und XIT, CW-Tempo und CW-Text (KY). Für OmniRig gibt es die Gerätedatei afu-remote.ini: in den Ordner Rigs legen, OmniRig neu starten, Gerät „afu-remote“.
  • WinKeyer (Protokoll WK2): das Programm schickt seine Texte wie an einen echten Keyer, das Gerät der Station tastet selbst. Abbrechen im Programm hält das Gerät sofort an, das Tempo aus dem Programm stellt das Gerät um.

Tasten über DTR/RTS gibt es nicht, über die Leitung wäre das Timing nicht zu halten. CW-Text können die Yaesu-Geräte ab FT-891, der TS-590, der ANAN und die Icom-Geräte; für andere frag Support an. Schritt für Schritt steht es in der Anleitung.

Die Einstellungsdatei von Hand anpassen

Seit Version 0.2.52 stellst du Gerät, Ton, Senden und Bedienung auf der Seite ein (Einstellungen › Station › Funkgerät, für Besitzer und Verwalter). In afu-remote.toml bleibt nur, was vorher gebraucht wird: Stationsschlüssel, Direktzugriff und eingebaute Empfänger-Engines. Die Abschnitte unten nimmt das Programm beim ersten Start noch an und zieht sie dann nach geraet.json um (mit Sicherung der alten Datei). Nach dem Ändern der Datei das Programm neu starten.

[rig]
model = "ic7100"        # ic7100, ic7300, ic705, ic9700, ftx1, anan7000 oder demo
port = "COM5"           # ANAN: "tcp://127.0.0.1:13013", IC-705/IC-9700 übers Netz: "lan://192.168.1.50"
baud = 19200            # FTX-1: 38400, IC-7300/705/9700: 115200
civ_address = "0x88"    # nur Icom, Werkseinstellung je Modell: IC-7300 "0x94", IC-9700 "0xA2", IC-705 "0xA4"
lan_benutzer = ""       # nur übers Netz: Netzwerk-Benutzer im Gerät
lan_passwort = ""
cat_rts = "an"          # nur Yaesu mit CP2105, sonst weglassen: "an"/"aus" statt automatisch (Menü CAT RTS)
mod_umschalten = true   # nur übers Netz: Tonquelle beim Senden auf LAN/WLAN und zurück
scope = true            # IC-705/9700/7300: Spektrum des Geräts; übers Netz von selbst, über USB nur so
speicher_gruppen = [0]  # nur IC-705: welche Speichergruppen gelesen werden (00 bis 99)

[audio]
input = "USB Audio"     # Teil des Gerätenamens, siehe "afu-remote devices"; übers Netz: "lan"
output = "USB Audio"    # ANAN: "Line 1" und "Line 2" (VAC); übers Netz: "lan"

[tx]
allowed = false         # Senden aus dem Browser erst mit true
tot_s = 180             # längste einzelne Sendung
deadman_s = 1.5         # ohne Lebenszeichen vom Browser: Taste los

[control]
idle_min = 15           # Minuten ohne Befehl, dann ist die Station frei
request_s = 120         # so lange wartet eine Anfrage auf Antwort

[local]
enabled = false         # Direktzugriff im LAN/HAMNET
port = 8073
password = ""
tls = false             # https mit eigenem Zertifikat, für das Mikrofon

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