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QO-100
Der einzige Amateurfunksatellit, der stillsteht: QO-100 hängt über dem Äquator bei 26° Ost und ist von Deutschland aus rund um die Uhr da. Kein Nachführen, keine Überflüge, keine Dopplerkorrektur — dafür zwei neue Zahlen im Kopf, die Ablage des Transponders und die deines LNB. Beide rechnet diese Seite aus.
Uplink, Downlink, Zwischenfrequenz
Eine Zahl eingeben, die anderen ergeben sich. Der Transponder setzt um 8089,5 MHz nach oben, dein LNB setzt wieder nach unten.
Ablage des LNB messen
Ein LNB aus dem Fernsehhandel läuft ein paar Kilohertz daneben und wandert beim Warmwerden. Die mittlere Bake steht fest — was du bei ihr danebenliegst, liegst du überall daneben.
Ist die Ablage gesetzt, rechnet der Umrechner oben sie mit ein und zeigt dir die Zahl, die du wirklich einstellen musst.
Transponderplan
QO-100 trägt zwei Transponder. Der schmale ist der, auf dem geredet wird; der breite überträgt Fernsehen und braucht deutlich mehr Antenne.
| Transponder | Uplink | Downlink | Breite | Betriebsarten |
|---|---|---|---|---|
| Schmalband | 2400,050 – 2400,300 MHz | 10489,550 – 10489,800 MHz | 250 kHz | CW, SSB, schmalbandige Digimodes |
| Breitband | 2401,500 – 2409,500 MHz | 10491,000 – 10499,000 MHz | 8 MHz | DVB-S2, Amateurfunkfernsehen |
Die drei Baken
Die Baken markieren die Ränder und die Mitte des schmalen Transponders. Sie kommen von der Bodenstation und stehen fest — deshalb sind sie das Maß, an dem du deine Anlage ausrichtest.
| Bake | Downlink | Art | Wozu |
|---|---|---|---|
| untere | 10489,550 MHz | CW | unterer Rand des Transponders |
| mittlere | 10489,675 MHz | 8APSK | Ablage messen, trägt Nachrichten von AMSAT-DL |
| obere | 10489,800 MHz | CW | oberer Rand des Transponders |
Frequenzen und Bandplan: AMSAT-DL. Die Aufteilung innerhalb der 250 kHz — unten Telegrafie, darüber die schmalen Digimodes, der große Rest SSB — steht im Bandplan von AMSAT-DL und ändert sich gelegentlich; wir bilden sie hier bewusst nicht nach, damit hier nichts Veraltetes steht.
Was du dafür brauchst
Zum Hören reicht erstaunlich wenig: eine Satellitenschüssel ab etwa 60 cm, ein gewöhnliches LNB und ein SDR-Empfänger dahinter. Wer den LNB-Oszillator gegen einen stabilen Oszillator tauscht, spart sich das ständige Nachstimmen; die verbreitete Umbauvariante schiebt die Bake ins 70-cm-Band, dann hört man den Satelliten mit einem normalen Allmode-Gerät.
Zum Senden braucht es dieselbe Schüssel mit einem Erreger für 13 cm und ein paar Watt auf 2400 MHz. Üblich ist ein Umsetzer, der aus 70 cm oder 2 m nach oben mischt. Die Leistung ist bewusst knapp zu halten: Auf dem Transponder ist Platz für alle, solange niemand die Bake überstrahlt. Als Faustregel gilt, dass dein eigenes Signal im Wasserfall nicht stärker sein soll als die mittlere Bake.
Warum hier keine Dopplerkorrektur steht
QO-100 steht geostationär, also relativ zur Erde still. Anders als bei den umlaufenden Satelliten verschiebt sich die Frequenz nicht, du musst während des QSOs nichts nachführen. Was wandert, ist ausschließlich deine eigene Anlage: das LNB, wenn es warm wird. Genau dafür ist der Rechner oben da.
Für die umlaufenden Satelliten mit ihren Überflügen und der echten Dopplerkorrektur gibt es die Satellitenseite.
Betrieb über den Satelliten und die Klassen
Der Uplink liegt im 13-cm-Band, der Downlink im 3-cm-Band. Welche Leistung deine Klasse dort darf und wie die Bänder aufgeteilt sind, steht im Bandplan.