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Satellitenüberflüge
Ein Handfunkgerät und eine selbstgebaute Antenne reichen für ein QSO über einen Satelliten — man muss nur wissen, wann er kommt und wohin man zielt. Die Rechnung läuft in deinem Browser: Dein Standort bleibt bei dir, es geht nur die Datei mit den Bahndaten über die Leitung.
| Satellit | Aufgang | Dauer | höchster Stand | Bahn | Frequenzen |
|---|---|---|---|---|---|
Steht fest am Himmel
Geostationäre Satelliten haben keine Überflüge — sie stehen immer an derselben Stelle. Für sie zählt nur, wohin die Schüssel zeigen muss.
Wie ein Satelliten-QSO abläuft
Ein Überflug dauert je nach Höhe fünf bis fünfzehn Minuten. In dieser Zeit steigt der Satellit im angegebenen Aufgangspunkt über den Horizont, wandert über den Himmel und geht wieder unter. Je höher er dabei steht, desto länger und lauter ist er zu hören. Unter zehn Grad steht meistens ein Haus, ein Baum oder ein Hügel im Weg.
Zwei Bauarten kommen vor. Ein FM-Umsetzer arbeitet wie ein Relais im Himmel: einer redet, alle anderen hören. Das ist der einfachere Einstieg, aber es ist voll. Ein linearer Transponder überträgt einen ganzen Frequenzbereich und wird in SSB oder CW benutzt; dort haben mehrere QSOs nebeneinander Platz. „Invertierend“ heißt dabei: Das Band ist gespiegelt, wer im Uplink höher geht, kommt im Downlink tiefer heraus — und aus oberem Seitenband wird unteres.
Warum sich die Frequenz verschiebt
Der Satellit rast mit rund 7,5 Kilometern je Sekunde. Kommt er auf dich zu, hörst du ihn zu hoch, entfernt er sich, zu tief. Auf 435 MHz macht das gut zehn Kilohertz Unterschied zwischen Aufgang und Untergang — mehr als eine SSB-Bandbreite, du musst also während des Überflugs nachstimmen. Auf 145 MHz sind es nur rund drei Kilohertz.
Die Faustregel lautet: Nachgestimmt wird immer auf der höheren Frequenz. Beim Überflug ist die Verschiebung am Anfang und am Ende am größten und im höchsten Stand für einen Moment null. In der Tabelle stehen zu jedem Überflug die Werte für Aufgang, höchsten Stand und Untergang.
Woher die Zahlen kommen und wie genau sie sind
Gerechnet wird mit dem Bahnmodell SGP4 aus den amtlichen Bahnelementen. Frisch geholt liegt die Vorhersage im Sekundenbereich; nach einer Woche sind es schon Minuten, weil die hohe Atmosphäre die Bahn bremst. Die Seite sagt dir, wie alt ihre Elemente sind.
Ob ein Satellit gerade tatsächlich sendet, steht hier bewusst nicht: Transponder werden ab- und wieder angeschaltet, und eine Kopie dieser Angabe wäre nach kurzer Zeit falsch. Den laufenden Stand meldet die Statusseite von AMSAT, gespeist aus den Meldungen derer, die es gerade versucht haben.