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Bauprojekte

Was hier steht, ist im Bau oder gebaut, kein Katalog fertiger Anleitungen. Jeder Eintrag nennt den Stand, die Teile und die Quellen, an denen ich mich orientiert habe. Wo etwas noch offen ist, steht das auch da.

CW-Dongle für VBand mit ESP32-S3

VBand ist eine Übungsseite, auf der man mit anderen im Browser Telegrafie üben kann. Sie liest die Paddle als Tastatureingaben. Ein Dongle muss sich also als USB-Tastatur ausgeben und die Kontakte des Paddles als Tastendrücke melden.

Die verbreitete Vorlage ist sipsmi/vband_dongle für Arduino mit Keyboard.h. Die läuft nur auf Boards mit nativer USB-Anbindung, also 32u4 oder SAMD.

Beim ESP32 ist die Wahl des Chips entscheidend:

ChipUSB-HID über USB-CGrund
ESP32-C3nein Der USB-Anschluss hängt am fest verdrahteten Serial/JTAG-Controller. Kein OTG, also keine Tastatur. Über Bluetooth-HID ginge es drahtlos.
ESP32-S3ja Native USB-OTG-Schnittstelle an GPIO19 und GPIO20, damit lässt sich über TinyUSB eine Tastatur nachbilden.

Gewählt wurde ein ESP32-S3 Mini. Der Code aus der Vorlage lässt sich übernehmen, nur die Tastatur-Bibliothek wird getauscht:

#include "USB.h"
#include "USBHIDKeyboard.h"
USBHIDKeyboard Keyboard;

void setup() {
  pinMode(2, INPUT_PULLUP);  // dit, Paddle gegen Masse
  pinMode(3, INPUT_PULLUP);  // dah
  Keyboard.begin();
  USB.begin();
}

In der Arduino-IDE müssen dafür „USB CDC On Boot“ eingeschaltet und der USB-Modus auf „USB-OTG (TinyUSB)“ gestellt sein, und geflasht wird über genau den nativen USB-C-Port. Wenn ein Fehlversuch den USB-Anschluss lahmlegt: Boot-Taste halten, Reset drücken, dann meldet sich der Download-Modus. Ein 32u4 wäre an dieser Stelle unter Umständen tot.

Verdrahtung wie im Original: Masse des Paddles an GND, Dit an Pin 2, Dah an Pin 3. Am Gehäuse sitzt eine 3,5-mm-Stereobuchse, Tip ist Dit, Ring ist Dah, Schaft ist Masse.

Offen: ein Gehäuse. Ein fertiges Modell mit passendem Buchsenausschnitt gibt es nicht, als Basis dient ein Case für das S3 Super Mini, in das das Loch noch hinein muss.

Packet Radio am Commodore 64

Ausgangspunkt war der Golem-Artikel über eine Verbindung zur ISS mit einem C64. Der Aufbau ist einfach: C64 am User Port, dahinter ein RS-232-Pegelwandler, daran ein TNC, daran ein Funkgerät für 2 m. Auf dem C64 läuft ein Terminalprogramm wie CCGMS oder Novaterm, üblicherweise mit 2400 Baud.

Als Rechner kommt ein C64 Ultimate zum Einsatz, also die FPGA-Neuauflage. Deren User-Port-Header ist ein 26-poliger Wannenstecker und nicht der originale Platinenstecker, das Pinout steht in der Ultimate-Dokumentation. Für RS-232 sind Masse auf A und N, RxD auf B und C, TxD auf M.

Zwei Warnungen, die in beiden Quellen stehen und ernst gemeint sind: Der Stecker muss richtig herum sitzen, sonst liegen 9 V Wechselspannung auf Leitungen, die das nicht mögen. Und die Pins 13 und P am Ultimate sind FPGA-Pins, die keine 5 V vertragen.

Für den Pegelwandler gibt es die Anleitung von Paul Rickards mit einem fertigen RS232-TTL-Modul für wenige Euro. Der Hinweis aus den Kommentaren dort ist wichtig: Ohne Versorgungsspannung am Modul sendet der C64 oft nicht, auch wenn der Empfang läuft.

Fürs Gehäuse gibt es einen passenden Combo-Adapter zum Drucken, bei dem der Tape-Port zugänglich bleibt. Das Gehäuse des Ultimate ist etwas höher als das Original, die Stützfüße muss man also gegebenenfalls anpassen.

Offen: Kabel vom TNC zum Funkgerät, Höhenausgleich am gedruckten Adapter, Terminalprogramm auf SD vorbereiten.

USB-C-PD auf Powerpole

Powerbanks mit USB-C und Power Delivery liegen inzwischen in jeder Schublade. Ein PD-Trigger-Modul handelt mit dem Netzteil eine feste Spannung aus, für Funkgeräte also 12 V, und gibt sie an einem Anderson-Powerpole-Stecker aus. Damit läuft ein Handfunkgerät oder ein kleiner Transceiver portabel aus derselben Powerbank wie das Handy.

Das Gehäuse dafür gibt es als Druckvorlage von DG1JAN. Dazu ein PD-Trigger-Modul, Powerpole-Stecker und etwas Litze.

Zu beachten: Die Powerbank muss 12 V liefern können, nicht jede tut das. Und die Strombelastbarkeit hängt am schwächsten Glied, das ist meist das Triggermodul, nicht der Powerpole.

Stand: Module da, Gehäuse noch nicht gedruckt.

Delta Loop für 20 m

Eine Ganzwellen-Delta-Loop für 20 m an einer Teleskop-Karbonrute, gedacht für POTA-Aktivierungen. Gegenüber einer Vertikal braucht sie kein Radialnetz und ist damit auf Wiesen und Waldwegen schneller aufgebaut.

Materialliste im Kern: eine 8 bis 12 m lange Teleskoprute als Träger, eine Platte aus HDPE als Speisepunkt und Spreizer, dazu isolierte Litze für die Schleife. Als Vorlage dient ein Video mit dem kompletten Aufbau.

Die Umfangslänge einer Ganzwellenschleife liegt grob bei 306 durch Frequenz in MHz, in Metern. Für 14,1 MHz sind das rund 21,7 m. Den genauen Wert bekommt man ohnehin erst beim Abgleich, die Rechner geben den Startwert.

Stand: Teile in Beschaffung.

Rotorsteuerung mit K3NG und ESP32

Ein Yaesu G-450CDC, gesteuert über einen Controller mit der freien K3NG-Software statt über das Originalsteuergerät. Dazu ein eigener Steuerkopf mit ESP32 und Touchdisplay, damit die Antenne auch vom Rechner aus auf einen Azimut fährt, etwa passend zur Gegenstation aus dem Logbuch.

Der Azimut zu einer Gegenstation lässt sich aus zwei Locatoren ausrechnen, das macht der Entfernungsrechner mit.

Stand: in Betrieb, Steuerkopf wird weiter ausgebaut.

Die verlinkten Modelle, Repositories und Artikel gehören ihren jeweiligen Autoren. Nachbau auf eigene Gefahr, besonders beim C64: verpolte Stecker am User Port können die Hardware zerstören.