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Amateurfunk, praktisch

Werkzeuge, die beim Funken helfen

Vier eigene Anwendungen für Prüfung, Portabelbetrieb, Transceiver und Antennen, dazu eine Wissensdatenbank: Prüfungstermine mit Umkreissuche, Bandplan mit Klassenfilter, Relaisliste zum Mitnehmen, Rechner, Lexikon und eine offene API.

Wenn du noch kein Rufzeichen hast: unter Einstieg steht, wie das abläuft, und wie du beim Ortsverband Haßberge (B37) mitmachen kannst.

Direkt zu den Werkzeugen

Alle Seiten der Wissensdatenbank

Werkzeuge

Sechs eigenständige Anwendungen, zwei davon messen mit Geräten am USB-Anschluss. Keine braucht ein Konto, außer du willst deinen Lernstand bei Funkpate über mehrere Geräte mitnehmen.

Funkpate

Lernplattform für die Amateurfunkprüfung. Der amtliche Fragenkatalog für die Klassen N, E und A, dazu Lernplan, Karteikarten mit Wiederholungsrhythmus, Prüfungssimulation, Formelsammlung und ein CW-Trainer.

Ein KI-Coach erklärt Fragen, statt nur die Lösung anzuzeigen, und merkt sich, wo es bei dir gerade hakt.

www.funkpate.de

POTA-Karte

Karte für Parks on the Air mit den tatsächlichen Schutzgebietsgrenzen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Tschechien, Dänemark und Luxemburg. POTA selbst liefert nur einen Punkt je Park, die Flächen kommen aus BfN, EEA und OpenStreetMap.

Dazu SOTA-Gipfel und die aktuellen Spots. Praktisch, um vor der Fahrt zu sehen, wo das Gebiet wirklich anfängt und wo man legal aufbauen kann.

pota-map.afu.tools

Yaesu-Programmer

Speicherkanäle und Menüeinstellungen von Yaesu-Transceivern lesen, in einer Tabelle bearbeiten und zurückschreiben. Import und Export als CSV, auch im CHIRP-Format für Relaislisten. Vor jedem Schreibvorgang legt das Tool eine Vollsicherung an.

Das Gerät hängt an deinem Rechner, nicht am Server: der Browser öffnet den seriellen Port über Web Serial. Dafür brauchst du Chrome oder Edge. Geprüft mit FTX-1 und FT-DX10, weitere Geräte kommen als Profil dazu.

afu.tools/programmer/yaesu

Antennensimulator

Antennen im Browser rechnen, bevor der Draht in den Baum geht. Geometrie eingeben, Frequenz wählen, und heraus kommen Impedanz, SWR-Verlauf und das Strahlungsdiagramm in horizontaler und vertikaler Ebene.

Praktisch für die Frage, wie hoch ein Dipol wirklich hängen muss, oder was passiert, wenn ein Element zehn Zentimeter länger wird.

antennasim.afu.tools

Antenne vermessen

LiteVNA anstecken und den Browser messen lassen: Resonanz, SWR, Widerstand, Bandbreite und Güte, dazu eine Tabelle, auf welchen Bändern die Antenne taugt. Bei einer Magnetic Loop schreibt die Seite den ganzen Drehweg mit, bei Yagi oder Dipol genügt ein Durchgang.

Die Messwerte bleiben im Browser, teilen geht auf Wunsch.

Antenne messen

Oberwellen messen

Sendet dein Funkgerät sauber? Mit einem tinySA Ultra am USB-Anschluss misst der Browser Grundwelle und Oberwellen und vergleicht sie mit dem Grenzwert der Vollzugsordnung für den Funkdienst.

Die Seite rechnet vorher aus, welche Dämpfungsglieder du in welcher Reihenfolge brauchst, und führt Schritt für Schritt durch die Messung. Das Protokoll lässt sich speichern und teilen.

Oberwellen messen

Wissensdatenbank

Nachschlagewerk und Werkzeuge, die direkt hier laufen. Die Daten dahinter kommen aus den amtlichen und verbandseigenen Quellen und werden mehrmals täglich abgeglichen.

Prüfungstermine

Alle veröffentlichten Termine der Bundesnetzagentur mit Umkreissuche und Filter nach Klasse. Freie Plätze lassen sich als RSS oder Kalender abonnieren, statt jede Woche das amtliche PDF zu prüfen.

Termine ansehen

Bandplan

Jedes Band mit Status, zulässiger Leistung je Klasse und Bandbreite nach der Amateurfunkverordnung, dazu die IARU-Segmente. Mit Klassenfilter und einer Suche nach Frequenz: was gilt eigentlich auf 145,500 MHz? Dazu die Anlaufstellen, wo FT8, FT4, WSPR, SSTV und der Notfunk tatsächlich sitzen.

Bandplan öffnen

Relais

Relais im Umkreis mit Entfernung, Richtung, Ablage und Betriebsart. Ein Klick auf eine Zeile zeigt den Geländeschnitt: Steht ein Höhenzug zwischen dir und dem Relais? Die Auswahl gibt es als CHIRP-CSV oder für den Yaesu-Programmer.

Relais suchen

Rechner

Locator und Koordinaten, Entfernung und Azimut, Antennenlängen, Kabeldämpfung nach Kabeltyp, Leistungsbilanz, SWR und Sicherheitsabstand. Dazu die Werkstatt: Luftspule, Schwingkreis, Farbcode und der Spannungsfall auf der 12-Volt-Zuleitung.

Rechnen

Portabel-Planer

POTA- und SOTA-Referenzen im Umkreis, Sonnenauf- und -untergang samt Grayline, aktuelle Ausbreitungsdaten und die Relais in Reichweite. Alles für die Tourplanung auf einer Seite.

Tour planen

Contest

Die großen Conteste im Jahresverlauf mit Kalender-Abo, dazu eine Auswertung für ADIF- und Cabrillo-Logs: Bänder, Betriebsarten, Verlauf und doppelte Einträge. Das Log bleibt dabei im Browser.

Kalender und Auswertung

DX-Kalender

Wer ist wann von wo in der Luft: angekündigte Aktivitäten und DXpeditionen als Zeitleiste, filterbar nach Kontinent, DXCC und IOTA. Kalender-Abo und Feed tragen den Filter mit, ganz ohne Konto.

Zeitleiste ansehen

Lexikon

Q-Gruppen, Abkürzungen aus dem Telegrafiebetrieb, RST, Buchstabiertafel, Betriebsarten, Ausbreitung und die Technikbegriffe, die beim Antennenbau fallen.

Nachschlagen

Ausland

Alle Länder der Welt mit der Frage, ob Klasse A, E oder N dort Betrieb erlaubt, dazu Präfix, ITU-Region, Zeitzone und die Adresse des Landesverbands.

Nachsehen

Rufzeichen und DOK

Wer war das gerade? Rufzeichen aus dem amtlichen Bestand nachschlagen, dazu Ortsverbände und Sonder-DOKs. Angezeigt wird nur, was Bundesnetzagentur und DARC selbst veröffentlichen.

Suchen

OV-Karte

Alle Ortsverbände auf einer Karte, jeder mit seinem Gebiet: Wo liegt welcher am nächsten? Standort eintippen, die Karte springt hin.

Ansehen

Anleitungen

Selbstbau aus der eigenen Werkstatt, Schritt für Schritt aufgeschrieben: CW-Dongle mit ESP32-S3, Packet Radio am Commodore 64, USB-C-PD auf Powerpole, Delta Loop für POTA und eine Rotorsteuerung mit K3NG.

Ansehen

Satelliten

Wann kommt welcher Amateurfunksatellit über deinen Standort, wie hoch steigt er, wohin drehst du die Antenne, und auf welcher Frequenz hörst du ihn wirklich, wenn die Bewegung sie verschiebt. Rechnet im Browser, dein Standort bleibt bei dir.

Überflüge ansehen

QO-100

Der Satellit, der stillsteht: Transponderplan, Umrechnung zwischen Uplink, Downlink und Zwischenfrequenz und die Ablage des LNB, gemessen an der Bake.

Umrechnen

Bakenuhr

Achtzehn Baken senden reihum je zehn Sekunden auf fünf Bändern. Die Uhr sagt dir sekundengenau, wessen Signal du gerade vor dir hast, und wohin dieser Weg führt.

Uhr öffnen

Präfix und DXCC

Wer ruft da? Rufzeichen eintippen und Gebiet, Kontinent, CQ- und ITU-Zone sehen, dazu Entfernung und Beamrichtung von deinem Standort. Die Länderdatei liegt danach auf dem Gerät und geht auch ohne Netz.

Nachschlagen

Log auswerten

ADIF-Datei ablegen und sehen, was drinsteht: QSOs je Band, Betriebsart und Jahr, gearbeitete Gebiete, Locator auf der Karte, Dubletten, und der Weg nach Cabrillo. Die Datei verlässt dein Gerät nicht.

Log ansehen

BEMFV

Sicherheitsabstand je Band, Summenbetrachtung über mehrere Sender und ein Rechenblatt zum Ausdrucken, dazu der Ablauf der Anzeige bei der Bundesnetzagentur.

Anlage durchrechnen

Notfunk

Die Sammelfrequenzen der IARU Region 1, was vor dem Ernstfall vorbereitet sein muss und wo die Grenzen liegen. Ohne JavaScript lesbar und für unterwegs gespeichert.

Lesen

Quellen

Zu jedem Datensatz: woher er kommt, unter welcher Bedingung er benutzt werden darf und wann er zuletzt geholt wurde. Was dort nicht steht, wird hier nicht benutzt.

Übersicht

API

Alle Daten dieser Seite gibt es als offene Lese-API: Bandplan, Relais, DOK, Prüfungstermine samt Feeds, Contestkalender, Referenzen und Rufzeichen. Frei nutzbar, JSON, mit Ratenbegrenzung.

Schnittstelle ansehen

Für unterwegs speichern

Bandplan, Relaisliste, Lexikon, Prüfungstermine, Contestkalender und die Rechner lassen sich auf dem Gerät ablegen. Danach funktionieren sie auch ohne Netz, im Wald, im Keller oder im Zug. Das kostet einmalig rund 1 MB, und passiert nur hier auf Knopfdruck, nicht beim blossen Vorbeischauen.

Was Amateurfunk ist

Amateurfunk ist Funkbetrieb aus Interesse an der Technik. Kein kommerzieller Dienst, keine Geschäfte über Funk, keine Musik und keine Werbung. Dafür darfst du selbst bauen, messen, experimentieren und auf eigenen Frequenzbereichen senden, mit deutlich mehr Leistung als bei Jedermannfunk wie PMR oder CB.

Wer eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur besteht, bekommt ein persönliches Rufzeichen. Damit reicht die Spanne vom Ortsrelais um die Ecke über weltweite Verbindungen auf Kurzwelle bis zu Funkkontakten über Satelliten oder die ISS. Zum Amateurfunk gehört auch die Notfunk-Idee: Wenn Mobilfunk und Internet ausfallen, funktioniert eine Funkstelle mit Akku und Draht immer noch.

Der Einstieg ist billiger als sein Ruf. Ein gebrauchtes Handfunkgerät für 2 m und 70 cm kostet wenig, ein Draht als Antenne noch weniger, und die Prüfungsvorbereitung kannst du komplett mit freiem Material machen.

Der Weg zum Rufzeichen

Seit dem 24. Juni 2024 gibt es drei Zeugnisklassen. Klasse N ist der kleinste Einstieg mit 10 m, 2 m und 70 cm, Klasse E bringt weitere Kurzwellenbänder dazu, Klasse A alles. Du kannst klein anfangen und später aufstocken, jede Prüfung steht für sich.

Geprüft wird schriftlich bei der Bundesnetzagentur, in drei Teilen mit je 25 Fragen aus einem öffentlichen Katalog. Bestanden ist ein Teil ab 19 richtigen Antworten. Wie das im Einzelnen abläuft, was es kostet und wie man sich vorbereitet, steht auf der Seite Wie werde ich Funkamateur?.

Der Ortsverband: Haßberge, B37

Diese Seite kommt aus dem DARC-Ortsverband Haßberge, DOK B37, Distrikt Franken. Wir sind im Naturpark Haßberge zu Hause und betreiben dort mehrere Relais und Digipeater: DB0NU auf dem Altenstein (FM, DMR, D-STAR, APRS, Packet Radio, HAMNET und Funkruf), DB0NH mit HAMNET, MeshCom, APRS und Wetterdaten, dazu DB0KR.

Getroffen wird sich am OV-Abend jeden zweiten Freitag im Monat ab etwa 19 Uhr in Pfarrweisach, und sonntags ab 10 Uhr Ortszeit zur OV-Runde auf DB0NU, im Anschluss an den Deutschland-Rundspruch. Dazu kommen Fieldday, Wanderungen und Online-Lerngruppen für alle, die gerade auf die Prüfung lernen. Der aktuelle Termin und der genaue Treffpunkt stehen auf bravo37.de.

Zuhören und mitmachen kannst du ohne Mitgliedschaft und ohne Rufzeichen. Wer Lust hat, kommt einfach zum OV-Abend dazu.

Mitglied im DARC werden, direkt bei B37

Der Antrag läuft komplett online über das DARC-Portal. Über den Knopf ist B37 schon als Ortsverband vorausgewählt, ändern kannst du das im Formular weiterhin. Der Antrag geht zuerst an uns in den OV, danach an Distrikt und Geschäftsstelle.

Fragen vorher? Schreib an vorstand@bravo37.de. Wir beißen nicht, und dumme Fragen gibt es beim Einstieg keine.

Was man damit macht

FM über Relais. Der übliche Start. Ein Handfunkgerät auf 2 m oder 70 cm, ein Relais in der Nähe, und du erreichst zuverlässig die Region. Gute Gelegenheit, Betriebstechnik zu üben, bevor es auf die Kurzwelle geht.

SSB und CW auf Kurzwelle. Hier hängt die Reichweite an der Ausbreitung, nicht an der Leistung. Bei guten Bedingungen reichen wenige Watt für Verbindungen über Kontinente. CW, also Morsetelegrafie, ist keine Pflicht mehr, kommt aber mit sehr wenig Bandbreite und wenig Leistung aus, weshalb es viele Portabelfunker nutzen.

Digitale Betriebsarten. FT8 und Verwandte holen Signale aus dem Rauschen, die man nicht mehr hört. Damit sind weltweite Verbindungen auch mit bescheidener Antenne möglich. Dazu kommen APRS für Positions- und Kurznachrichten sowie digitale Sprachverfahren wie DMR, D-STAR und C4FM.

Satelliten. Es gibt Amateurfunksatelliten mit Umsetzern an Bord, einige lassen sich mit Handfunkgerät und Richtantenne aus der Hand arbeiten. Für den ersten Kontakt reicht überraschend wenig Technik, dafür brauchst du eine Überflugvorhersage und etwas Geduld.

Funken im Freien

Portabelbetrieb ist der Teil des Hobbys, der einen tatsächlich vor die Tür bringt. Drei Programme haben sich etabliert:

In der Praxis ist die schwierigste Frage oft, wo das Gebiet eigentlich anfängt. POTA kennt zu jedem Park nur einen Punkt, und der liegt gerne auf dem Parkplatz oder mitten im Nirgendwo. Genau dafür gibt es die POTA-Karte: sie zeigt die Grenze als Fläche, dazu die SOTA-Gipfel und die laufenden Spots.

Fläche heißt nicht automatisch Erlaubnis. Naturschutzgebiete haben eigene Regeln, und in manchen darfst du weder abseits der Wege stehen noch etwas aufbauen. Vor Ort gilt die Beschilderung.