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Fragen und Lösungen

Was beim Einrichten und im Betrieb von afu-remote hakt, und wie du es löst. Fehlt deine Frage, schreib sie über Melden.

Senden und Ton

Das Gerät geht auf Sendung, aber es kommt nichts an, oder es sendet gar nicht.

Icom per USB: das Gerät sendet, aber ohne Ton (Mikrofon, DTMF, 1750 Hz)

afu-remote tastet Icom-Geräte über CI-V. Dann nimmt das Gerät den Ton aus der Quelle, die unter DATA OFF MOD eingestellt ist, ab Werk das Mikrofon am Gerät. Der Ton von der USB-Soundkarte wird dann verworfen, auf der Frequenz kommt nur Träger.

Am Gerät unter MENU › SET › Connectors › MOD Input DATA OFF MOD und, für FT8 und andere Datenbetriebsarten, DATA MOD auf USB stellen, oder auf MIC,USB, wenn das Handmikrofon weiter gehen soll.

Übers Netz (IC-705, IC-9700, IC-7610) schaltet die Station das beim Tasten selbst um und danach zurück, dort musst du nichts einstellen.

Das Gerät geht beim Verbinden auf Sendung

Bis Fassung 0.2.47 waren beim Öffnen der seriellen Schnittstelle RTS und DTR an. Ein Gerät, das auf eine der beiden Leitungen sendet, ging dann auf Sendung, etwa ein IC-7300 mit USB SEND auf RTS oder DTR. Ab 0.2.48 sind beide aus. Programm sofort beenden und auf die neue Fassung gehen.

afu-remote tastet über CAT. Am Gerät brauchst du USB SEND und USB Keying deshalb nicht, lass sie auf OFF (IC-7300: MENU › SET › Connectors › USB SEND / USB Keying). Unter Linux kann beim Öffnen sonst für ein paar Millisekunden ein Puls durchkommen.

Die Sendetaste im Browser tut nichts

Senden ist ab Werk aus. In afu-remote.toml unter [tx] allowed = true setzen und das Programm neu starten. Danach legst du auf der Bedienseite unter Einstellungen fest, auf welchen Bändern und mit welcher Leistung gesendet werden darf und wer senden darf.

Bedient gerade jemand anderes die Station, sendest du erst, wenn du sie übernommen hast.

Die Sendung bricht von selbst ab

Das ist der Sendeschutz an der Station. Kommt 1,5 Sekunden kein Lebenszeichen vom Browser (WLAN weg, Tab im Hintergrund, Telefon gesperrt), lässt sie die Taste los (deadman_s). Eine einzelne Sendung dauert höchstens 180 Sekunden (tot_s). Beides steht unter [tx] in der Einstellungsdatei.

Bricht es bei kurzen Durchgängen ab, ist meist die Verbindung zu langsam oder wackelig. Im Direktzugriff im LAN passiert das seltener als über das Telefonnetz.

Der Browser fragt nicht nach dem Mikrofon (Direktzugriff)

Browser geben das Mikrofon nur über https frei. Im Direktzugriff unter [local] tls = true setzen. Das Programm macht beim ersten Start ein eigenes Zertifikat, der Browser warnt einmal davor; die Warnung bestätigst du für diese Adresse. Danach die Seite mit https:// und dem Port aufrufen, Vorgabe 8073.

Über afu.tools ist die Seite immer https, dort gibt es das Problem nicht.

Icom übers Netz (IC-705, IC-9700, IC-7610)

CI-V und Ton laufen ohne Kabel über LAN oder WLAN (port = "lan://Adresse").

Was muss am Gerät eingestellt sein?
  • Netzwerk-Steuerung an (MENU › SET › Network › Network Control).
  • Ein Netzwerk-Benutzer mit Passwort (SET › Network › Network User). Beides trägst du als lan_benutzer und lan_passwort unter [rig] ein.
  • Eine feste Adresse im Netz, sonst findet afu-remote das Gerät nach dem nächsten Einschalten nicht mehr.

Unter [audio] stehen dann input = "lan" und output = "lan", eine Soundkarte brauchst du nicht. Die Tonquelle für das Senden (DATA OFF MOD, DATA MOD) stellt die Station beim Tasten selbst auf das Netz und danach zurück; abschalten mit mod_umschalten = false unter [rig].

Zeigt die Seite das Spektrum des Funkgeräts?

Ja, beim IC-705, IC-9700, IC-7610 und IC-7300: das Gerät schickt sein Spektrum über CI-V mit, die Seite zeigt es an der Stelle des Wasserfalls aus dem Ton. Ein Klick hinein stimmt ab, Spanne und Modus stehen unter Empfang. Mit dem Knopf NF am Kasten kommt der Wasserfall aus dem Ton zurück (für FT8 oder zum Einpfeifen in CW), mit HF wieder das Spektrum.

Übers Netz ist es von selbst an. Über USB braucht es viel von der seriellen Leitung, dort schaltest du es mit scope = true unter [rig] ein (115200 Baud).

„Das Gerät gibt CI-V und Ton nicht frei“

Das Gerät lässt nur ein Programm gleichzeitig über das Netz. Läuft RS-BA1, ein anderes Fernsteuerprogramm oder eine zweite afu-remote auf dasselbe Gerät, beende sie. Hängt es danach noch, hält das Gerät die alte Verbindung fest: einmal aus- und einschalten.

„Das Gerät lehnt Benutzer oder Passwort ab“

Benutzer und Passwort müssen genau so in der Einstellungsdatei stehen wie im Gerät unter Network User. Groß- und Kleinschreibung zählt.

„Keine Antwort“ oder „das Gerät antwortet nicht“

Adresse prüfen, Netzwerk-Steuerung am Gerät an? Das Gerät spricht UDP auf den Ports 50001 bis 50003; liegt eine Firewall dazwischen, müssen die durch. Über WLAN (IC-705) reißt die Verbindung bei schwachem Signal ab, dann meldet das Programm „antwortet nicht mehr“ und verbindet neu.

Station und Verbindung

Das Programm läuft, aber die Station fehlt auf der Bedienseite oder findet das Gerät nicht.

Die Station steht auf der Bedienseite als offline

Das Programm baut die Verbindung zu afu.tools selbst auf, über https nach außen. Am Router musst du nichts freigeben. Steht die Station trotzdem als offline:

  • Läuft das Programm noch? Ohne Dienst endet es mit dem Terminal, aus dem du es gestartet hast.
  • Stimmt der Schlüssel unter [server]? Wurde die Station auf der Bedienseite gelöscht und neu angelegt, braucht das Programm den neuen Schlüssel: auf der Seite der Station unter Einstellungen › Station › Allgemein „Einrichtung ändern“ (oder afu-remote setup) und dort den neuen Schlüssel einfügen.
  • Kommt der Rechner ins Internet? Im HAMNET ohne Internet geht nur der Direktzugriff.
Das Programm findet das Funkgerät oder die Soundkarte nicht

afu-remote devices zeigt alle seriellen Anschlüsse und Soundkarten, afu-remote probe spricht 5 Sekunden mit dem Gerät und zeigt, was es meldet. Unter Linux fehlen oft die Rechte: sudo usermod -aG dialout,audio $USER, dann ab- und wieder anmelden.

Bei Icom per USB müssen Baudrate und CI-V-Adresse zum Gerät passen (IC-7300, IC-705, IC-9700, IC-7610: 115200 Baud; Adresse ab Werk 0x94, 0xA4, 0xA2, 0x98). Am Gerät „CI-V USB Echo Back“ aus lassen.

Geht das auch ohne afu.tools, nur im eigenen Netz oder im HAMNET?

Ja. Mit [local] enabled = true bringt das Programm die Bedienseite selbst mit, unter http://Rechner:8073/ (mit tls = true über https). Konten, Einstellungen und Logs liegen dann auf der Station. Der Abschnitt [server] darf fehlen.

Betrieb am Rechner

Dauerbetrieb, mehrere Geräte, Updates.

Wie läuft das Programm ohne offenes Terminal weiter?

Unter Linux und auf dem Raspberry Pi richtet sudo ./afu-remote-linux-aarch64 dienst (im Ordner mit der Einstellungsdatei) einen systemd-Dienst ein, der beim Booten startet und nach einem Absturz neu anläuft. Was das Programm schreibt, siehst du dann mit journalctl -u afu-remote -f. Unter Windows eine Verknüpfung in shell:startup legen.

Läuft es im Vordergrund, steht die Ausgabe nur in dem Terminal, aus dem du es gestartet hast. Für die Fehlersuche ist sie das Wichtigste: bei einer Frage immer mitschicken.

Zwei Funkgeräte an einem Rechner

Je Gerät eine eigene Station: auf der Bedienseite zwei Stationen anlegen, das Programm in zwei Ordner legen und in jedem einmal die Einrichtung durchlaufen (Doppelklick bzw. afu-remote setup). Alles, was die Station speichert, liegt neben ihrer Einstellungsdatei, die beiden kommen sich nicht in die Quere. Im Direktzugriff braucht die zweite einen anderen Port, etwa port = 8074 unter [local].

Der Dienst heißt immer afu-remote. Als Dienst läuft deshalb nur eine der beiden, die zweite startest du bis auf Weiteres von Hand.

Wie kommt eine neue Fassung auf die Station?

Gibt es eine neue, zeigt die Bedienseite das an. Installiert wird auf Knopfdruck, nie von selbst: das Programm lädt die neue Datei, prüft sie und startet neu. Einstellungen, Benutzer und Logs bleiben. Was sich geändert hat, steht unter Programm laden.