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Delta Loop für 20 m

Ganzwellenschleife an der Karbonrute, für POTA gedacht

antenneportabelpota

Eine Ganzwellen-Delta-Loop für 20 m an einer Teleskoprute, gedacht für POTA-Aktivierungen. Gegenüber einer Vertikal braucht sie kein Radialnetz. Das spart auf der Wiese die halbe Aufbauzeit und den Ärger mit Radials, über die andere Leute stolpern.

Länge der Schleife

Der Umfang einer Ganzwellenschleife liegt bei etwa 306 geteilt durch die Frequenz in MHz, das Ergebnis in Metern. Für 14,1 MHz sind das rund 21,7 m, also gut 7,2 m je Seite bei einem gleichseitigen Dreieck.

Das ist ein Startwert, kein Endmaß. Wie viel die Schleife am Ende wirklich braucht, hängt an der Höhe über Grund, am Bodenwiderstand und an der Isolierung der Litze. Rechne mit ein paar Prozent Abweichung und lass beim Zuschnitt an einer Ecke 30 cm Reserve, die du beim Abgleich wegkürzt. Den Startwert gibt dir auch der Antennenrechner.

Teile

Eine Teleskoprute von 8 bis 12 m als Träger, eine Platte aus HDPE als Speisepunkt und Spreizer, isolierte Litze für die Schleife, dazu Abspannschnur und Heringe für die beiden unteren Ecken. Als Vorlage für den Aufbau dient ein Video mit dem kompletten Zusammenbau.

Zur Rute: Karbon leitet. Eine Kohlefaserrute steht als Träger dicht neben dem Strahler und zieht dort Energie ab, die Resonanz verschiebt sich und der Wirkungsgrad sinkt. Für Antennen sind Ruten aus glasfaserverstärktem Kunststoff die übliche Wahl, sie sehen fast gleich aus und kosten kaum mehr. Wenn du eine Karbonrute hast, halte die Schleife mit Abstandshaltern von ihr weg und miss nach, ob das SWR beim Anfassen der Rute springt.

Speisung

Eine Ganzwellenschleife hat am Speisepunkt einen Fußpunktwiderstand von etwa 100 bis 130 Ohm, nicht die 50 Ohm des Kabels. Ohne Anpassung bleibt das SWR bei etwa 1:2,5 stehen. Zwei Wege sind üblich:

Ein Übertrager mit 4:1 direkt am Speisepunkt. Er passt breitbandig an und arbeitet auch auf den Oberwellen der Schleife.

Oder ein Viertelwellenstück aus 75-Ohm-Koaxkabel zwischen Schleife und Speisekabel. Das rechnet sich aus der Wellenlänge und dem Verkürzungsfaktor des Kabels: 300 geteilt durch 14,1 MHz sind 21,3 m Wellenlänge, ein Viertel davon 5,32 m. Mit Vollpolyethylen als Dielektrikum (Verkürzungsfaktor 0,66) werden daraus 3,51 m, bei geschäumtem Dielektrikum (0,80) sind es 4,26 m. Der Faktor steht im Datenblatt des Kabels, raten hilft hier nicht, ein falsch abgelängtes Stück verschlechtert die Anpassung statt sie zu verbessern.

An beiden Varianten gehört eine Mantelwellensperre, sonst strahlt der Kabelmantel mit und das SWR ändert sich, sobald du das Kabel anders auslegst.

Polarisation

Wo du einspeist, entscheidet über die Polarisation. Speist du an einer der beiden unteren Ecken ein, strahlt die Schleife überwiegend waagerecht polarisiert, mit einem flachen Maximum quer zur Dreiecksfläche. Das ist die Variante für DX über größere Entfernungen.

Speist du eine Viertelwellenlänge von der Spitze entfernt an einer der Schrägseiten ein, wird die Polarisation überwiegend senkrecht. Das flacht den Abstrahlwinkel weiter ab, macht die Antenne aber empfindlicher für Störungen aus der Nachbarschaft.

Für POTA mit einer Rute in der Mitte ist die Einspeisung an einer unteren Ecke der einfachere Weg, weil der Speisepunkt dann in Griffhöhe sitzt.

Aufbau

Rute aufstellen und mit drei Abspannungen sichern. Die Spitze der Schleife kommt an das obere Ende der Rute, die beiden unteren Ecken werden nach außen gezogen, bis das Dreieck gleichmäßig steht. Der Speisepunkt sitzt an einer unteren Ecke auf der HDPE-Platte, dort sind Übertrager oder Anpassleitung und die Mantelwellensperre untergebracht.

Die unteren Ecken sollten mindestens einen halben Meter über dem Boden bleiben. Direkt über feuchtem Gras verliert die Antenne merklich, und niemand soll in die Litze fassen können, während gesendet wird.

Abgleich

Miss mit einem Antennenanalysator über das ganze Band. Liegt die Resonanz unterhalb von 14,1 MHz, ist die Schleife zu lang. Die Verschiebung verhält sich ungefähr proportional: Ein Prozent weniger Umfang schiebt die Resonanz um ein Prozent nach oben, also bei 14,1 MHz um rund 140 kHz je 22 cm Draht. Kürze in kleinen Schritten und miss nach jedem.

Eine Ganzwellenschleife ist breitbandig, ein SWR unter 1:2 über das ganze 20-m-Band ist ein realistisches Ziel. Bleibt das SWR über das ganze Band flach bei einem hohen Wert, stimmt meist die Anpassung nicht, nicht die Länge.

Stand

Rute und Litze sind bestellt, die HDPE-Platte fehlt noch. Gemessen ist noch nichts.

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